Umweltschutz und Ressourcen schonen

Wir haben uns einen Tag lang beobachtet und festgestellt, dass wir ein ganz schön großes Potential zum Einsparen von Müll und Schrott haben. Wenn Ihr Lust habt, lest einfach mal unseren Tagesbericht und was wir alles geändert haben. Alles was wir eingespart haben oder wiederverwenden ist der  einfachheitshalber grün hervorgehoben. 

 

 

Bevor der Arbeitstag startet, gibt es ersteinmal Frühstück. Dazu gehört natürlich ein Kaffe und eine belegte Semmel. Da Kaffe bei uns zum Grundnahrungsmittel gehört, bleibt es logischerweise nicht bei einem. Im Schnitt sind es am Tag 2-3 Becher pro Tag. Aus Bequemlichkeit gibt es den Kaffe natürlich im Pappbecher und die Semmel und das süße Stückchen in je eine Tüte. Ist ja einfacher den Pappbecher und die Tüten wegzuwerfen als alle abzuwaschen. Oder? Einfacher schon aber natürlich nicht Umweltbewusster. Ab sofort gibt es den Kaffe von der Bäckerei in meiner eignen Tasse und die Semmel und das süße Stückchen kommen in eine wiederverwendbare Box. Bei ca. 220 Arbeitstagen im Jahr und nur einen Angestellten spart unser Shop dadurch allein rund 500 Pappbecher und 500 Papiertüten pro Jahr. Einfach rissig die Ersparnis. So, jetzt schnell noch die Tasse und die Box abwaschen und dann kann der Tag starten. Die abgewaschene Tasse und die Box werden natürlich mit einen Geschirrhandtuch aus Baumwolle abgetrocknet und nicht mit einen Papiertuch, dass spart wieder Papier. 

Rein in den Shop, Licht angemacht und los gehts. Aber Stop! Brauche ich wirklich all die Lampen und das Licht oder genügt auch die Hälfte an Licht. Da es hell ist und die Sonne lacht, reicht heute auch nur die Hälfte. Somit haben wir nicht nur Strom gespart, sondern auch den Geldbeutel geschont .

Weiter gehts. Der erste Kunde kommt und gibt sein Bike ab. Auftragszettel geschrieben mit Kugelschreiber, da dieser Dokumenten echt ist. Da die Aufträge bei uns im Shop bleiben und nicht ans Bike kommen, bekommt jedes Bike eine Karte  mit Namen und Montagedatum angehangen. 100 Kunden heißt im Gegenzug 100 Karten, oder. Eigentlich schon aber man kann 100 Karten auch für 2000 Kunden hernehmen. Wie ganz einfach. Auf jeder Karte passen ohne Problem auf Vorderseite und Rückseite je 10 Namen drauf. Macht zusammen 20 Namen pro Karte. 20 Namen pro Karte und das mal 100 Karten sind gleich 2000 Namen. Super, oder? Jetzt kommt bestimmt das Argument Datenschutz. Kein Problem. Da man den vorangegangenen Namen ja mit Edding schwärzen kann. Wieder ne Menge Papier gespart (Mal ne Zahl gefällig, kein Problem. Im Fall der Karten sind es 95%). 

 

Hier unsere Stifte, Bleistift mit Fallmiene und bunte Stifte mit Fallmiene zum markieren von wichtigen Infos.

Jetzt klingelt das Telefon. Schnell noch ne Notiz zum Telefonat gemacht. Diesmal mit einen Bleistift. Bleistifte bestehen (in Normalfall) aus Holz, Ton, Grafit und Farbe. Nimmt man jetzt noch einen Bleistift mit Fallmiene der aus Alu oder anderen Metall besteht, benötigt dieser Bleistift nicht einmal Holz, dadurch werden Ressourcen geschont und es entsteht kein Abfall, da nur die Miene ausgetauscht wird. Kugelschreiber bestehen meist aus Plastik und sind somit nicht nachhaltig. 

Notizzettel werden natürlich nicht fertig gekauft sondern einfach selbst hergestellt. Wie das geht?

Nichts einfacher als das. Wir alle bekommen unzählige Werbung, Briefe etc.. Meistens ist die Rückseite nicht bedruckt oder beschrieben, also kann man diese Zettel auf eine für sich optimale Größe zurechtschneiden und mit einer Klammer zusammenhalten. Schon hat jeder einen funktionierenden Notizblock, der nicht nur den Geldbeutel schont sondern auch die Umwelt. Wenn man jetzt nich noch für jede Notiz einen neuen Zettel nimmt, sondern die bearbeitet Notiz einfach durchstreicht und einfach weiter schreibt bis der Zettel voll ist, hat man noch mehr für den Geldbeutel und die Umwelt gemacht. 

Natürlich werden auch die Kundentermine mit Bleistift in den Kalender geschrieben (machen Arzthelferinnen schon lange), da man abgesagte Termine einfach ausradieren kann, diese entfallenden Termine neu vergeben kann und alles sieht dann sauberer aus und man behält den Durchblick. 

Hier unser neuer Tacker OHNE Tackernadeln

Als nächstes steht schnell noch die Buchhaltung an. Alles schnell kopiert und ausgerechnet, in der EDV eingetragen und dann alle Belege noch zusammengetackert. Beim zusammentackern fällt jedesmal eine Tackernadel an. Und glaubt mir, was dadurch in einen Jahr anfällt ist ne Menge. Wir tackern Notizen zusammen, unsere Beleg zusammen, Kundenbelge zusammen usw.. Ab sofort gibt es keinen Tacker mit Nadeln mehr, denn es gibt auch Tacker bei denen das Papier gestanzt wird und dann durch einen Lasche gezogen wird. Das alles nur dadurch, dass man diesen nadellosen Tacker runterdrückt wie einen “normalen“ Tacker. Wieder unsere Umwelt geschont. 

Noch kein Fahrrad repariert und schon soviel für die Umwelt getan. Jetzt gehts an das erste Bike. Ein neues Laufrad, zwei Mäntel, zwei Schläuche und neue Bremsbelege. Das ist nur ein Auftrag. Wir haben uns mal die Arbeit gemacht, was bei uns im Jahr anfällt. Mit Schläuchen, Mänteln, Laufrädern, Bremsbelegen, Ketten, Kassetten usw. kommen wir auf mehr als 1400 Kilo, also 1,4 Tonnen. In dieser Rechnung ist das ganze Gewicht für das Verpackungsmaterial noch nicht eingerechnet, dazu kommen wir später. Was also damit machen. Klar die eine Möglichkeit besteht darin, den ganzen Schrott fachgerecht zu entsorgen. Heißt die Schläuche zum Recycling zu einem bestimmten Hersteller schicken, Metallschrott zum Wertstoffhof bringen und so weiter. Aber es gibt auch die Möglichkeit des Upcycling. Also aus alten Teilen etwas neues zu machen. Unser erstes Projekt bestand darin, aus einer alten, nicht mehr funktionsfähigen Felge eine tolle Lampe zu bauen. Das Ergebniss seht Ihr auf unserer “Upcycling-Seite“ hier

 

Jetzt kommt erst einmal die Lieferung meiner bestellten Ware. Heute ist es wieder verdammt viel, was an Pappe und Verpackungsmaterialien anfällt.  

Klar, können wir es klein machen und zum Wertstoffhof bringen. Aber gibt es nicht noch eine andere Lösung. Klar gibt es die und der Zufall half bei der Lösung.

Vor einigen Wochen hatte ich eine Kundin, die gesehen hat, dass wir bei unserer angelieferten Ware Packpapier  dabei haben. Sie fragte ob sie dieses für ihr Kind und das Kinderhaus haben könnte. Und schon kamen wir ins Gespräch. Sie benutzen es im Kinderhaus zum malen, basteln und um sich und ihre Kreativität auszuleben. Eine tolle Idee die wir gerne unterstützen. Somit lernen bereits die Kids was Umweltschutz bedeutet. Und was lernen wir daraus, ganz einfach: was für uns Abfall ist, ist für ander etwas tolles um ihrer Kreativität freien lauf zu lassen. 

 

Jetzt aber weiter zum Tagesgeschehen in unseren Shop. Pakete ausgepackt,Rechnung und Lieferscheine erst einmal auf den Schreibtisch. Die Papierrechnung kann nicht wiederverwertet werden, da sie zum Steuerbüro muss. Bleibt der Lieferschein. Den erst einmal abheften um Lieferungen nachzuvollziehen und ggf. zu reklamieren. Nach Ablauf eines Jahres, können aber aus den Lieferscheinen Notizblöcke werden, also werden sie auch wiederverwertet. Jetzt kommt schnell noch ein Bike mit einer Inspektion und einen Flat ran. Ein super Beispiel um wieder umweltbewusst zu arbeiten. Wie, ganz simple. Bei der Inspektion wird festgestellt was noch alles in Ordnung ist und was ausgetauscht werden soll/muss. 

Zu jeder Inspektion gehört auch eine grobe Reinigung. Klar gibt es fertige Putzmittel die einfach nur eingesetzt werden müssen und Papiertücher die nach Gebrauch weggeschmissen werden. Die Umweltbewusste Reinigung geht aber anders. Das Putzmittel wird einfach mit Wasser im Verhältnis 1:1 gemischt und statt Papiertücher nehmen wir Putzlappen welche gewaschen werden und danach sauber wieder zur Verfügung stehen. Macht bei Putzmittel eine Ersparnis von 50 Prozent und bei den Putzlappen eine Ersparnis von knapp 100 Prozent (es fallen natürlich kleine Anschaffungskosten einmalig an). Jetzt schnell noch den Flat und dann ist auch dieses Bike fertig. Der Kunde hat ein kleines Loch im Schlauch (ist wahrscheinlich durch ein Dorn gefahren). Der Mantel ist ok also nur schnell den Schlauch gewechselt gegen einen neuen. Aber Stop, muss es wirklich immer ein neuer Schlauch sein, oder warum flicken wir ihn nicht einfach und verwenden ihn weiter. Es spricht wirklich nichts gegen flicken, nicht wirtschaftlich für uns und erst recht nichts  aus Umweltgedanken.  Also lassen wir doch den Kunden entscheiden, ob er lieber einen neuen Schlauch haben möchte oder sein alter geflickt wird. Wenn wir den Kunden kurz den Hintergrund erklären warum wir flicken, wird sich dieser bestimmt für diese Art der Reparatur entscheiden und wir haben wieder etwas für unsere Umwelt getan und Ressourcen geschont. Einfach toll!!!

Der nächste Kunde kauft schnell noch Bremsbelege und ein Schloß. Betrag in die Kasse eingegeben, kassiert und das Wechselgeld raus gegeben. Der Kunde fragt, ob wir vielleicht eine Tüte hätten. Leider nein, da wir uns bewusst für Umweltschutz und damit gegen Plastiktüten oder Papiertüten entschieden haben. Der Kunde findet es super, packt die Bremsbelege in die Hosentasche und hängt das Schloss an sein Bike. Schnell noch etwas trinken und dann neigt sich ein ganz normaler Arbeitstag dem Ende zu. Das Wasser ist zwar schön kühl und löscht den Durst, aber dafür habe ich jetzt wieder Plastik in der Hand. Eine Lösung muss her. Ganz einfach, ein Wassersprudler mit Glasflasche. Wir haben Sprudelwasser zum trinken, dass schön kühl ist und kein Abfall. Einfach Super. 

Jetzt schnell noch die E-Mails beantwortet, eine Rechnung und ein Angebot schreiben. Auch hier lässt sich Papier sparen. Muss wirklich jede E-Mail, jede Rechnung und jedes Angebot ausgedruckt werden, oder reicht es nicht aus, diese in einer Cloud abzuspeichern. Jeder sollte wirklich darüber nachdenken, bevor er etwas ausdruckt, denn jedes Blatt Papier was nicht benutzt wird schützt unsere Umwelt. 

Der Tag neigt sich schneller dem Ende als gedacht, jetzt noch schnell alle Bikes rein und dann Feierabend. Abrechnung gemacht, alle Lampen ausschalten, I-Pad vom Strom nehmen so das kein unnützer Strom verbraucht wird und dann gehts ab nach Hause. 

Klar war dies ein nachgestellter Tagesablauf, aber so in etwa läuft ein ganz normaler Tag bei uns ab. Wenn man sich nur ein wenig Gedanken macht, wie man Schrott, Papier und Pappe verwerten kann und andere dazu “anstiftet“ dies zu tun, haben wir eine ganze Menge Ressourcen gespart und etwas gutes für unsere Umwelt und unsere Kinder getan. Denn unsere Kinder müssen das “ausbaden“ was wir der Natur und Erde antun!!!

Solltet Ihr noch Fragen, Beispiele oder Anregungen habt, gerne immer her damit!!

!!! Achtung!!!

Am Samstag den 14. September 2019 bleibt unser Shop wegen eines auswärtigen Einsatzes geschlossen. 

!!!Neu!!!Neu!!!Neu!!!

Ihr wollt einen speziellen Workshop für Euch oder Eure Gruppe. Kein Problem, nehmt mit uns Kontakt auf und wir veranstalten den passenden Workshop für EUCH (ab 5 Personen)

Kontakt Radlflüsterer Unterföhring

Die Radlflüsterer
Firkenweg 5
85774  Unterföhring

Tel.: 089/92334596

E-Mail.: info@fahrradwerkstatt-muenchen.de

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